Es ist Tradition bei der Wiegand-Glas Unternehmensgruppe, dass Mitarbeiter für langjährige Betriebstreue geehrt werden. Am Donnerstag, den 23. Januar 2020, war es wieder soweit. Die Geschäftsführer Oliver und Nikolaus Wiegand zeichneten 75 Jubilare aus. Zudem wurden 21 Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet.

Dass zehn Mitarbeiter für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt werden können, erfreue ihn, so Oliver Wiegand. „Das komme heutzutage nicht so oft vor!“ Der Geschäftsführer erinnerte daran, das keiner der Geehrten seinen Arbeitsplatz so vorfinde wie am Anfang seiner Betriebszugehörigkeit.

Er sprach von Veränderungen und vom Wandel, der notwendig sei, um auch künftig erfolgreich sein zu können. „Stillstand bedeute Rückschritt!“

Oliver Wiegand wies darauf hin, dass Veränderungen auch oftmals mit Kritik verbunden seien. Viele hätten Angst vor Neuem. Wer aber erfolgreich sein wolle, müsse Flexibilität zeigen und sich neuen Herausforderungen stellen. „Sie, liebe Jubilare, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dem Wadel gestellt“, lobte er die Jubilare.

Er betonte, dass die Geschäftsführung auf das Engagement der Mitarbeiter auch künftig angewiesen sei. In seinen Ausführungen ging Oliver Wiegand auch auf die aktuellen Themen Klima- und Umweltschutz ein. Man müsse darauf achtgeben, dass die Industrie nicht abgehängt werde. Er betonte, dass die Wiegand-Glas Unternehmensgruppe schon seit Jahren ihren Beitrag zum Klimaschutz leistet.

So werden 25 Prozent der Investitionen für das neue Glaswerk in Schleusingen für den Umweltschutz verwendet. Im Vergleich zu 2018 habe die Unternehmsgruppe die CO2-Emissionen mehr als der Gesetzgeber fordere, nämlich um 3,4 Prozent, reduziert.

Eine Herausforderung sei die Nachwuchskräftegewinnung. Um diese zu schaffen, investiere die Wiegand-Glas Unternehmensgruppe konsequent in Aus- und Weiterbildung. Hier sei die Geschäftsführung auf die Hilfe der Jubilare angewiesen. Denn diese verfügen über das Know-How, das sich die jungen Mitarbeiter aneignen müssen.

Auch der stellvertretende Landrat Gerhard Wunder überbrachte seine Glückwünsche. Ohne tüchtige Mitarbeiter käme kein Erfolg. Und nahezu jeder müsse sich in der heutigen Zeit Veränderungen stellen, meinte er.

Gerhard Wunder sprach weiter die aktuellen Diskussionen im Bereich des Klima- und Umweltschutzes an. Sicherlich müsse hier einiges bewegt werden. "Aber das alles mit Maß und Ziel sowie mit Herz und Verstand!" Er sicherte den Unternehmen die Unterstützung des Landkreises zu. Er hob die Bedeutung der Industrie für die Region hervor, die mit ihren Mitarbeiter nicht zuletzt dazu beitrage, dass Steuern in die Gemeindekassen fließen. Die Glasindustrie am Rennsteig "ist ein schweres Pfund, von dem auch der Landkreis profitiert!" Weiterhin dankte er der Geschäftsführung für die Standorttreue.

"So viel Erfahrung und Fachwissen in einem Raum - so ein Vergnügen ist nicht jedem vergönnt", sagte der Betriebsratsvorsitzende vom Glaswerk Schleusingen, Michael Keltner, der auch die Glückwünsche seiner Kollegen Werner Fehn (Werk Steinbach am Wald), Ronny Beck (Glaswerk Ernstthal) und Christoph Neumann (Werk Großbreitenbach) überbrachte. Er bezeichnete die Jubilare als "lösungsorientierte Teamplayer", denen man für ihren jahrelangen Einsatz im Unternehmen danken müsse.

Der Personalleiter Ingbert Löffler gratulierte den Jubilaren ebenfalls. Ohne die Kompetenz und das Fachwissen eines jeden einzelnen stünde das Unternehmen nicht da, wo es jetzt steht. „Ich hoffe, dass Sie uns noch lange erhalten bleiben“, wünschte sich Löffler.
Ehrungen:

Anwesend waren bei der Jubilarehrung auch der Steinbacher Bürgermeister Thomas Löffler, seine Kollegen aus Schleusingen und Ernstthal, André Henneberg ud Norbert Zitzmann. Auch sie würdigten die Leistungen der Jubilare, zudem galt der Dank der Geschäftsleitung für die Standorttreue.

Nach dem offiziellen Teil nahmen die Jubilare die Gelegenheit wahr, um sich in gemütlicher Runde und bei einem leckeren Essen auszutauschen. Dabei wurden so manche Erinnerungen wach.


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