Glasherstellung – ein energieintensiver Prozeß

Behälterglas wird bei einer Ofentemperatur von etwa 1.600°C in einem kontinuierlichen Prozeß erschmolzen – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Somit gehört die Glasherstellung zweifelsohne zu den energieintensiven Industrien .

Der damit verbundenen Verantwortung stellt sich die Glasindustrie bereits seit Jahrzehnten. Wiegand-Glas war dabei in der Branche schon immer Vorreiter, ist dies auch heute noch und hat sich zum Ziel gesetzt, dies auch künftig zu bleiben. Bei uns gibt es keine schönen Sonntagsreden oder reine Prestigeprojekte wie Photovoltaik auf den Fabrikdächern; wirkliche Effizienz-Fortschritte entstehen nicht in Marketingabteilungen, sondern durch konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf ehrgeizige Ziele. Dabei schreiten wir auch immer wieder mutig voran, wenn es um den Technologietransfer von der Forschung in die industrielle Praxis geht.

 

wichtige ökologische Kennzahlen

Kriterium Kennzahl Branchenvergleich Wiegand -Glas 2010 Wiegand -
Glas
2011
Wiegand - Glas 2012 Bemerkung
Ressourceneffizienz Primärrohstoffeinsatz [t / tverpackt] - 0,28 0,26 0,28  
Wiederverwertung Altglasanteil
[%]
58 78 79 78  
Energieaufwand Gesamtenergiebedarf [GJ / tverpackt] - 5,2 4,9 4,9 gesamte selbst eingesetzte Energie, ohne Transport und Lieferkette

 Systemgrenzen: Erfasst sind jeweils die Tätigkeiten der Neue Glaswerke Großbreitenbach GmbH & Co. KG (ohne Verwaltung)

 

Abgasreinigung

Wiegand-Glas betreibt drei Abgasreinigungsanlagen, die zwischen 1987 und 1992 gebaut und in Betrieb genommen wurden.
Die Rauchgasreinigungsanlagen reinigen die Abgase aller Glasschmelzwannen in Elektro-Filtern. Hierzu wird zur Bindung der sauren Bestandteile ein Sorptionsmittel eingedüst, anschließend die Staubpartikel elektrostatisch aufgeladen und abgeschieden. Der abgeschiedene Filterstaub wird als Sekundärgrundstoff dem Glasgemenge wieder zugeführt und eingeschmolzen. Es herrscht somit ein geschlossener Kreislauf. Die Auflagen durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG) bezüglich Emission der Luftschadstoffe werden eingehalten.

 

Gewässerschutz

Alle betrieblichen Abwässer werden in betriebseigenen Kläranlagen aufbereitet.
Das Kühlwasser für die Produktion wird dem Produktionsprozess mittels Pumpen vom Klärteich zugeführt. Von dort gelangt es mit seiner Schmutzfracht über verschiedene Abscheidesysteme zurück in den Klärteich und schließt somit den Kreis. Das gereinigte Permeat wird dem Kreislauf wieder zugeführt. Der gewonnene Schmutz aus der Anlage wird umweltfreundlich verwertet.

 

Staat & Wirtschaft - gemeinsam für die Umwelt

        

 

Seit 1999 ist Wiegand-Glas Mitglied im Umweltpakt Bayern, seit 2014 Teilnehmer des Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen.
Bei beiden Initiativen handelt es sich um eine freiwillige Vereinbarungen zwischen den jeweiligen Landesregierungen und der regionalen Wirtschaft mit dem Ziel eines verstärkten Umweltschutzes. Mit dem bereits 1995 gegründeten Umweltpakt in Bayern wurde erstmals in Deutschland eine themen- und branchenübergreifende Vereinbarung auf Gegenseitigkeit getroffen, die die Kooperation von Staat und Wirtschaft im Umweltbereich zu einer Umweltpartnerschaft weiter entwickelt hat. In einem einvernehmlichen Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft soll der Umweltschutz ausgebaut und eine dauerhaft umweltverträgliche Entwicklung ökonomisch sinnvoll gesichert und gefördert werden.

Die aktuellen Mitgliedsurkunden finden Sie hier (Umweltpakt Bayern, Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen) und im Bereich Downloads.